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Mit Spannung verfolgen wir vom Ampera-Team die lebhafte Blog-Diskussion zum höchst aktuellen Thema Heizung. Dazu möchte ich gerne einen wichtigen Punkt klarstellen und unsere Philosophie erläutern. Also: Der Opel Ampera ist zuallererst ein Elektroauto. Und als solches hat er eine elektrische Heizung. Diese Entscheidung fiel recht früh im Entwicklungsprozess und sie fiel aus guten Gründen: Die Energieversorgung der Heizung übernimmt beim Fahren die Lithium-Ionen-Batterie oder beim Parken der Strom aus der Steckdose. Das ist ein wirksames, dabei bestechend einfaches und leicht nachvollziehbares Konzept.
Jetzt kommen wir zum entscheidenden Punkt: Sinken die Außentemperaturen wie dieser Tage unter -4°C (wir hätten auch -7°C oder -2°C als Schwellenwert festlegen können), nutzen wir konsequent die spezifische Stärke des Ampera, des ersten voll alltagstauglichen Elektroautos. Bei diesen Bedingungen ziehen wir den Trumpf aus dem Ärmel, der da heißt: Range-Extender. Dank der Zweitnutzung des Reichweitenverlängerers wird der Ampera quasi zum mobilen Blockheizkraftwerk. Wir machen im Prinzip nichts anderes als Kraft-Wärme-Kopplung: Die Motorabwärme wird direkt sinnvoll verwendet und gleichzeitig unterstützt der vom Benziner erzeugte Generatorstrom sowohl den Fahr- als auch den Heizbetrieb. Diese konzertierte Aktion läuft nach unseren programmierten Vorgaben – abhängig von den Variablen Außentemperatur, Innenraumheizungsbedarf, Batterieladezustand und Fahrleistungsanforderung.
Nicht zu vergessen, die unschlagbare Startfähigkeit des Ampera dank Batterieheizung. Ich wiederhole es hier gerne: bis -40°C am Ladekabel und immer noch bis -28°C ohne Anschluss.
Unser Entwicklungsziel war ein möglichst effizientes und dabei einfach zu nutzendes Elektrofahrzeug, das die Grenzen „gewöhnlicher“ Stromer überwindet und so bei jedem Wetter von jedermann als Erstauto eingesetzt werden kann. Ich behaupte: Ziel erreicht.
Tags: Batterieheizung, Blockheizkraftwerk, Kraft-Wärme-Kopplung, Lithium-Ionen-Batterie, Range-Extender
Kategorien: Technik
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„Driving into the future“ – getreu dem Motto des diesjährigen Genfer Automobilsalons (8. bis 18. März) präsentieren wir auf der Messe die Designstudie „RAD e“. Ja, richtig gelesen. Der Name ist Programm: RAD e ist das erste nach Automobilbau-Prinzipien konstruierte Elektrofahrrad. Wir wissen, was wir tun. Schließlich hat die Fahrradherstellung bei Opel Tradition. Einige Designelemente werden den Fans des RAK e und auch des Ampera bekannt vorkommen. Technische Highlights: Pedelec-Technologie mit 250 Watt-Motor, elektrische Reichweite zwischen 60 und 145 Kilometern.
Das Opel Ampera-Team sagt „Danke“ für den Blogger Auto Award 2012. „Spontan und subjektiv, dabei glaubwürdig, professionell und gewissenhaft“ haben 27 Auto-Blogger aus Deutschland die erste voll alltagstaugliche Elektrolimousine eines deutschen Herstellers zum Sieger der Kompaktklasse gekürt – gemeinsam mit dem 1er-BMW. Angelehnt an das Leservotum der Fachzeitschrift „auto motor und sport“ standen bei diesem erstmals organisierten Wettbewerb insgesamt 100 Kandidaten in zehn Fahrzeugklassen zur Wahl.
Der Opel Ampera heimste schon vor der Händlerpremiere Mitte Januar 25 nationale und internationale Auszeichnungen ein. Jüngster Erfolg ist die Nominierung zur „Car of the Year 2012“-Endausscheidung. Am 5. März wird sich zeigen, ob der Blogger-Award-Preisträger auch das „Auto des Jahres“ wird.
Tags: Auszeichnung, Auto des Jahres, Award, Blog, Car of the Year, Elektromobilität
Kategorien: Allgemein
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Wir Entwickler arbeiten schon an der nächsten Generation des Ampera. Um das Auto noch besser auf die Anforderungen und Nutzungsprofile der Kunden abstimmen zu können, würden wir gern wissen, wie sich der Ampera-Fahrer im Alltag verhält. Hierbei helfen uns so genannte Datenlogger in den Testwagen. Über 40 entsprechend ausgerüstete Elektromobile sind seit rund zwei Jahren in Deutschland, Dubai, Arizona und Michigan unterwegs. Vor allem Kollegen aus den Bereichen Batterieentwicklung, Energiemanagement, Antriebsregelung, Dauererprobung und Qualitätssicherung sammeln diese wertvollen Praxisdaten. Auch in meinem Dienstwagen ist so ein Kästchen an Bord. Ich fahre regelmäßig zu unserem Forschungszentrum nach Mainz-Kastel, um die Daten „abzuladen“ – ganz bequem per W-LAN.
Um welche Daten handelt es sich eigentlich? Nun, pro Fahrzeug und Kalenderwoche werden Parameter wie Kraftstoff- und elektrischer Verbrauch, Klimatisierungsaufwand, Durchschnittsgeschwindigkeit und Fahrpedalstellung sowie die zugehörige Umgebungstemperatur dargestellt. Registriert wird selbstverständlich auch die Anzahl der Fahrten und Ladungen. Insgesamt kann der in Mainz-Kastel entwickelte Flightrecorder 7.500 Einflussgrößen erfassen. Für unsere Zwecke relevant sind etwa 600 Positionen. Zwecks Auslegung künftiger Antriebssysteme achten wir besonders auf die Histogramme der Batterieleistung und der Fahrgeschwindigkeit.
Eine Datenlogger-Erkenntnis taugt als Tipp für die Effizienz-Fans unter den Ampera-Fahrern: Am Klimaregler lässt sich mehr Energie sparen als am Gas- bzw. Strompedal.
Uwe Winter über den Drive Recorder: Audio-Datei im .mp3-Format
Der Winter stellt hohe Anforderungen an ein Elektrofahrzeug. Ein Aspekt: Der Vorteil des hohen Wirkungsgrades führt dazu, dass keine Abwärme für die Beheizung des Innenraums zur Verfügung steht. Daher besitzt der Ampera eine „saubere“ elektrische Innenraumheizung.
Die Versorgung der Innenraumheizung kann bis zu 5 kW Leistung erfordern, was die elektrische Reichweite reduziert. Der vorausschauende Ampera-Fahrer heizt daher mit der serienmäßigen Standheizung – aus der Steckdose gespeist – vor. Am besten wird die „Eco“-Heizungseinstellung mit moderaten Temperaturen gewählt und die automatisch geregelte Sitzheizung aktiviert. Falls bei sehr niedrigen Temperaturen einmal die elektrische Heizleistung nicht ausreichen sollte, kann sich der Range-Extender für einige Minuten zuschalten, um das thermische System zu unterstützen.
Die Erfahrung mit mobilen Elektrogeräten wie Handys oder Kameras lehrt uns, dass Lithium-Ionen-Akkus bei Kälte über spürbar weniger Kapazität und Leistung verfügen. Hintergrund: Lithium-Ionen-Batterien haben bei tiefen Temperaturen einen höheren Innenwiderstand als bei Zimmertemperatur. Denn Kälte verlangsamt die chemischen Reaktionen, die Lithium-Ionen bewegen sich nur schleppend. Fließen hohe Entladeströme, sinkt die Spannung und damit die Leistung. Umgekehrt führen hohe Ladeströme, etwa bei der Bremsrekuperation, zu überproportional hohen Spannungen.
Praktisch wird die Ladeleistung durch die Ampera-Regellogik limitiert. Das System kümmert sich in Echtzeit um den idealen Betriebszustand. Da wir dem Fahrer temperaturunabhängig immer gleiche Fahrleistungen bieten wollen, haben wir im Entwicklungszentrum für alternative Antriebe in Mainz-Kastel ein spezielles thermisches System konzipiert: Die Batterie wird per Flüssigkeitskreislauf geheizt und bleibt so voll leistungsfähig – auch bei sehr tiefen Umgebungstemperaturen wie etwa -25 Grad Celsius oder sogar darunter.
Also, wie gesagt: Den Ampera im Winter möglichst mit angeschlossenem Ladekabel parken. Dann wird die elektrische Standheizung mit Strom versorgt und dank Fernbedienung steht das Fahrzeug vorgewärmt und mit voller Batterie zur Fahrt in den Wintertag bereit. Wir haben das bei arktischen -40 Grad Celsius getestet.
Tags: Batterie, Klimaanlage, Lithium-Ionen-Batterie, Rekuperation, Standheizung
Kategorien: Entwicklung, Technik
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Bis zu einem gewissen Grad – im wahrsten Sinne des Wortes – hat es der Ampera-Fahrer selbst in der Hand, wie weit er mit dem Batteriestrom kommt. Gerade im Winter heißt die Frage: Wärmer oder weiter? Orientierungshilfen in Form der Energieinfo oder auch der Effizienz-Tipps sind an Bord. Ergänzend dazu trage ich als Entwickler und Dienstwagen-Nutzer mit diesem Video gerne zum sinnvollen Klimaanlagen- bzw. Heizungsgebrauch bei.
Neuigkeiten in Sachen Ampera-Modifikationen. Hier der Inhalt der aktuellen Pressemitteilung:
“Bevor die ersten Ampera an Kunden ausgeliefert werden, modifiziert Opel die Fahrzeuge. Die Modifikation dient allein dazu, einen – möglicherweise Tage oder Wochen nach einem schweren Unfall eintretenden – Batteriebrand zu vermeiden.
Grund für die Modifikationen sind Bedenken von General Motors und der amerikanischen Straßenverkehrsbehörde hinsichtlich des Batterieverhaltens, das bei einem Chevrolet Volt nach einem schweren Seitencrashtest in den USA auftraten.
Im vergangenen Jahr erhielt der Ampera die maximale 5 Sterne Euro NCAP- Sicherheitswertung. Die jetzige Modifikation des Unterbodens und des Kühlsystems der Batterie verbessert den Schutz der Batterieeinheit bei einem schweren Seitencrash zusätzlich.
Die Modifikationen im Detail:
- Verstärkung der Sicherheitsstruktur im Bereich der Batterieeinheit.
- Zusätzlicher Fühler im Batteriekühlflüssigkeitsreservoir, zur Überwachung des Flüssigkeitsstands.
- Zusätzliche Sicherungsklammer am Einfüllstutzen des Batteriekühlflüssigkeitsreservoirs, um Überfüllung oder Verschütten zu vermeiden.
„Der Ampera ist ein sehr sicheres Fahrzeug. Jetzt machen wir ihn so sicher, daß im Fall eines schweren Unfalls auch Tage oder Wochen danach die maximale Sicherheit gewährleistet wird“, kommentiert Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke.
Die Überarbeitungen fließen direkt in die Produktion ein. Bereits produzierte Fahrzeuge werden in den Zwischenlagern modifiziert.
Die Auslieferung der ersten Ampera erfolgt im Februar.”
K48 ist für Opel-Insider ein Begriff – als ehemalige Fertigungshalle, in der eine kleine Ausstellung für Werksbesucher untergebracht ist, in der Betriebsversammlungen stattfinden und andere große Veranstaltungen, die viel Platz benötigen. Als die Halle zuletzt in hellem Scheinwerferlicht erstrahlte, hielten sich jedoch nur wenige Menschen dort auf: Opel hatte ausgewählte Journalisten und Blogger eingeladen, das RAK e-Konzept näher kennenzulernen. Die Macher standen Rede und Antwort, darunter Designer Richard Shaw und Ingenieur Stefan Gloger vom RAK e-Entwicklungsteam.
Erstmals konnten die Medienvertreter sich nicht nur in das Gefährt setzen, sondern sogar ein paar Runden durch die Halle drehen. Das Ergebnis: beeindruckte Gesichter und Lust auf mehr. Noch ist die Entscheidung über eine Serienfertigung nicht gefallen. Nur bei entsprechender Nachfrage könnte in diesem völlig neuen Segment ein Fahrzeug zu einem bezahlbaren Preis angeboten werden. Alle Beteiligten sind sich einig, dass dieser deutlich unter 20.000 Euro liegen muss.
Tags: Concept Car, Elektromobilität, IAA, RAK e, Studie
Kategorien: Design, Entwicklung
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Sympathieträger unter sich und beide versprühen einen ganz besonderen Charme. Ok, den Bekanntheitsgrad des Weihnachtsmanns erreicht der Opel RAK e noch nicht ganz. Dafür weckt unser Elektroflitzer aber umso mehr Begehrlichkeiten, wie wir seit der Premiere auf der IAA registrieren. Deshalb untersuchen die Kollegen derzeit sehr genau, ob diese Studie Nachwuchs bekommen soll.
Bevor wir hier aber doch noch die Schwelle zum Geheimnisverrat überschreiten, legen wir eine kreative Pause ein. Bis zum 2. Januar ruht der Blog, die Kommentarfunktion ist geschlossen.
Wir danken unseren Lesern ebenso wie den Bloggern für den regen Informations- und Gedankenaustausch in diesem Jahr und wünschen erholsame Feiertage.
Wie fährt er sich denn nun in der Praxis? Funktioniert die Technik auch im Alltag? Kommt „Otto Normalverbraucher“ damit zurecht? Diese Fragen haben uns Entwickler die längste Zeit umgetrieben. Mit dem Marktstart kommt der Ampera demnächst auch im „richtigen Leben“ an. So können auch unsere Blog-Leser, darunter einige ePioniere mit „Vorkaufsrechten“, die Erhabenheit elektrischen Fahrens erleben.
Seit einiger Zeit genieße ich das Privileg, dieses Auto beruflich und privat zu nutzen. Der Ampera hat sich in meinen Alltag naht- und geräuschlos eingefügt – von den Nachbarn allerdings sehr wohl bemerkt. Kommentare wie: „Wow, ist das der Ampera?“ und „ist der leise“ verdeutlichen das Interesse der Menschen an dieser neuen Technologie. Von Skepsis und Automuffeln keine Spur.
Mein Dienstwagen begleitet mich quasi durch dick und dünn, rund um die Uhr, in allen Lebenssituationen: von Shoppingtouren über Wochenendausflüge nach Montage des Kindersitzes (natürlich per Isofix
) bis hin zu Versuchsfahrten unter definierten Bedingungen – alles dabei. Das folgende Video ist an einem ganz normalen Arbeitstag im November entstanden. Ich hoffe, ich kann mit der einen oder anderen gefilmten Funktionserklärung weiterhelfen.


















